Freestyle pizzaioli oder pizzaakrobaten

Hier sind wie also, in der Welt der Pizzen, in dieser wunderbaren Entertainment-Nische, die dieses großartige Gericht bieten kann.

Wenn ein Pizzaiolo seine Pizza, mühelos und mit schnellen Bewegungen herumwirbelt, sieht es so aus, als wäre Pizzamachen die einfachste Sache der Welt. Wie auch immer, um wirklich imstande zu sein, Teig auf diese Weise handzuhaben und sie auf fast magische Art durch die Luft fliegen zu lassen, bedarf es viel, viel Training.

Ja, Training. Richtig gelesen. Denn um ein Meister einer Kunst zu werden, die man fast im Zirkus aufführen könnte, braucht es Zeit: um Techniken zu verfeinern und von der Basis zu den Profis vorzudringen und zu guter Letzt zwei Pizzen zur gleichen Zeit herstellen zu können.

Was nun das Training betrifft: es besteht keine Notwendigkeit guten Teig durch die Küche zu werfen und das Risiko einzugehen, dass er im Wohnzimmer des Nachbarn landet. Um dann erst Recht wieder von Neuem beginnen zu müssen. Es gibt viele unterschiedliche Typen an Gummipizzen, in allen Größen und allen möglichen Farben, mit denen man erstmal alle möglichen akrobatischen Übungen machen kann, bevor man sich an richtigem Teig probiert.

Es gibt tatsächlich Meisterschaften für Pizzaakrobatik mit einer Jury, wo Pizzaioli, alleine und auch im Team Choreographien entwerfen und gegeneinander antreten und – eine angemessene Belohnung für ihr hartes Training.

Pizzaioli begannen in den 1980er Jahren kleine Tricks aufzuführen, wenn sie am Tresen den Teig formten. Mittlerweile hat sich daraus eine eigene kleine Kunst entwickelt.

Was sollen wir noch sagen? Außer dass uns die Welt der Pizza und ihrer Protagonisten immer wieder.... erstaunt und überrascht.

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